Und jetzt mal ahhhh sagen!

Kinder HNO

HNO Fröhlich, Dr. Elke Fröhlich-Sorger mit Mädchen bei Halsuntersuchung, Halsschmerzen, Erkältung
HNO Fröhlich, Dr. Elke Fröhlich-Sorger mit Jungen bei Nasenuntersuchung, Schnupfen, Erkältung

KINDER

Von laufenden Nasen, roten Mandeln und Trommeln im Ohr.

Als Mutter von zwei Kindern kenne ich nicht nur die meisten Kinderkrankheiten aus persönlicher unmittelbarer Erfahrung, sondern weiß auch um die Sorgen der Eltern und die Ängste der Kinder vor ärztlichen Untersuchungen. In meiner Tätigkeit als Fachärztin arbeite ich regelmäßig auf der Kinderchirurgie und kümmere mich um unsere kleinen und kleinsten Patient:innen. Dieses Wissen und der Alltag mit meinen eigenen Kindern geben Ihnen die notwendige Sicherheit die Gesundheit ihrer Kinder in die besten Hände zu legen.

Mandel- oder Rachenentzündungen kommen im Kindesalter sehr häufig vor und bedürfen nicht stets einer antibiotischen Therapie. Oftmals führen ein paar Tage Ruhe, ein entsprechendes antientzündliches Mittel (Schmerzsaft) und der richtige Tee schon zur Heilung. Entwickelt Ihr Kind jedoch über 2-3 Tage hohes Fieber und zb starken Mundgeruch sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Acht bis zehn Infekte im Jahr sind im Kindergartenalter normal. Antibiotikagaben sind nicht immer erforderlich.

Häufig sind vor allem wiederkehrende Ohrenschmerzen nicht durch eine Mittelohrentzündung, sondern durch eine Belüftungsstörung des Mittelohres verursacht. Oftmals kommt es dadurch zu einer Ansammlung von Flüssigkeit hinter dem Trommelfell und damit zu einer Hörverschlechterung und akuten stechenden Ohrschmerzen. Rechtzeitig erkannt, reichen am Beginn schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente, sowie abschwellende Nasentropfen, die Sie Ihrem Kind schon in der Nacht, wenn die Ohrschmerzen oft erstmals auftreten, geben können, um die Zeit bis zum Besuch des Kinder- oder HNO-Arztes zu überbrücken.

Im Kindergartenalter kommt es häufig zu Hörminderung durch eine Belüftungsstörung des Mittelohres. Dies kann nun nicht nur durch rezidivierende Infekte zustande kommen, sondern auch durch die vorherrschenden anatomischen Bedingungen verursacht werden. Große Rachen- und/oder Gaumenmandeln können dazu führen, dass Kinder unter einer behinderten Nasenatmung leiden, wodurch sich eine pathologische Mundatmung einstellt. Nächtliches Schnarchen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, wiederkehrender Schnupfen und eine Minderbelüftung des Mittelohrs, oder sogar wiederkehrende Mittelohentzündungen können dabei diesen Circulus vitiosus unterhalten. Folgen einer länger bestehenden Hörminderung sind beispielsweise Probleme in der Sprachentwicklung, soziale Ausgrenzung und Verhaltensauffälligkeiten. Durch eine einfache Untersuchung des Ohres mit dem Mikroskop, eine Tympanometrie (schmerzlose schnell durchzuführende Untersuchung der Beweglichkeit des Trommelfelles und der Druckverhältnisse im Mittelohr) und eine Audiometrie (Hörtest) lässt sich rasch feststellen, ob ein Belüftungsproblem besteht. Meist lässt sich das Problem der Belüftung medikamentös beheben, manchmal ist auch ein kleiner Eingriff nötig.

(Gaumen-)Mandeln (Tonsillen) und Polypen (Rachenmandeln/Adenoide) sind Teil des Immunsystems. Die Polypen liegen im Raum hinter der Nase dort, wo die Eustachische Röhre beginnt, über die unsere Mittelohren belüftet wird. Sind sie zu groß, kann ihr Kind nicht mehr ausreichend durch die Nase atmen. Die Folge können wiederkehrende Mittelohrentzündungen bzw. Belüftungsprobleme mit einhergehender Hörverschlechterung sein. Andere Zeichen für zu große Polypen sind Mundatmung (was unter anderem zu Zahnfehlstellungen führen kann), nächtliches Schnarchen, häufige Infekte mit eitrigem Schnupfen, gelegentlich auch Husten. Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung lässt sich feststellen, ob eine Operation sinnvoll ist, und die natürlich bestehenden Ängste der Eltern lassen sich in einem ausführlichen Beratungsgespräch meist beseitigen. Sollte sich zum Zeitpunkt der Operation Flüssigkeit im Mittelohr befinden, lässt sich diese durch einen Trommelfellschnitt (Parazentese) leicht absaugen. Dadurch kommt es sofort zu einer Hörverbesserung. Die winzige Lücke schließt sich meist innerhalb weniger Tage. So lange sollte kein Wasser ins Ohr gelangen. Auf das Einsetzen von "Röhrchen" kann verzichtet werden, wenn die Flüssigkeit im Mittelohr nicht bereits eingedickt ist. Sollte dies der Fall sein, muss zur Abheilung der Mittelohrschleimhaut eine ausreichende, durchgehende Belüftung sichergestellt werden, die mit einem Paukenröhrchen erzielt werden kann. Die Gaumen-Mandeln stellen häufig ein Problem, das eine Operation nötig macht, dar. Sie können sogar zu einer Atembehinderung (manchmal sogar mit nächtlichen Atemstillständen) führen. Auch Appetitlosigkeit mit unklarer Gewichtsabnahme (es fällt auf, dass mein Kind eher weiche Sachen lieber ist) kann aufgrund zu großer Mandeln vorkommen. Ein Hauptargument zur Entfernung von zu großen Mandeln ist das Auftreten von mehreren antibiotikabedürftigen Entzündungen über einen längeren Beobachtungszeitraum und ein hoher Leidensdruck., Die Gaumen-Mandeln werden vor dem 6. Lebensjahr fast ausschließlich verkleinert (Tonsillotomie) oder nach dem sechsten Lebensjahr komplett entfernt (Tonsillektomie).

HNO Fröhlich, Dr. Elke Fröhlich-Sorger mit Mädchen lachend

“In meiner Tätigkeit als HNO-Fachärztin stehe ich nicht in Konkurrenz zum Kinderarzt, sondern stelle mein Wissen und meine Erfahrung bei der Behandlung von Erkrankungen im HNO Bereich zur Verfügung. Selbstverständlich arbeite ich hier gerne mit dem Kinderarzt Ihres Vertrauens zusammen.”

Dr. Elke Fröhlich-Sorger

Fachärztin für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde